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Ist Frau Margarete tot?

Ich weiß es nicht.

Aber ich hab das Gefühl, Frau Margarete und ich sind keine Freundinnen mehr. Ich mag sie nicht mehr. Und ich weiß nicht mal genau, warum. Irgendwie finde ich alles an ihr blöd. Aber wegen all der schönen Erinnerungen an die alte Zeit, will ich sie nicht aus meinem Leben streichen.

Ich will nur alles löschen, was sie ausmacht und sie neu erfinden.

Aber ich hab keine Ahnung, wie sie dann aussehen soll.

Oder ob euch das überhaupt noch interessiert.

Ich wollts nur mal gesagt haben.

*schwermütig seufzend ab*

„Barfuß durch die Nacht“ ab sofort vorbestellbar

Ihr Lieben,

ich weiß, hier ist es wieder etwas ruhiger im Moment (oder vielleicht kommt es nur mir so vor und ihr merkt das gar nicht!? Egal.) Das hat verschiedene Gründe. Einer davon ist mein Roman, der schon sehr bald im Amrûn Verlag erscheint. Dazu möchte ich heute ein Update geben und ein wenig Werbung in eigener Sache machen 😉

Mein Roman „Barfuß durch die Nacht“ ist ab sofort beim Verlag vorbestellbar!

Falls ihr zwischen dem 23. und 26. März auf der Leipziger Buchmesse seid, könnt ihr es auch dort kaufen – und am Samstag zwischen 11 und 12 Uhr direkt von mir am Stand von Amrûn signieren lassen (Halle 2, Stand H 331) – vorausgesetzt, ICH finde den Weg dorthin 😀

Hier noch einmal der Klappentext zum Roman, den ich irgendwo im Bereich Romance, Drama, New Adult einsortieren würde:

„Er brachte mir Frühstück ans Bett und hinterließ mir kleine, liebevolle Notizen am Badezimmerspiegel. Wir gingen stundenlang am Fluss spazieren, lachten über Kleinigkeiten. Ich wusste Dinge über ihn, die keiner sonst erfuhr. Doch abends ging er in den Club und zog sich aus. Alkohol, Drogen und die anderen Frauen warteten auf ihn. Dadurch musste ich mir unangenehme Fragen stellen: Wie kann man jemandem helfen, der keine Hilfe möchte? Was war ich bereit, für eine neue Liebe zu geben, ohne mich selbst aufzugeben? Und würde ich die Grenze sehen, bevor ich sie überschritt?“

Und wenn ihr jetzt einfach nur neugierig geworden seid und noch ein bisschen überlegen wollt, ob das Buch wirklich was für euch ist, dann folgt mir doch auf Facebook und haltet euch auf dem Laufenden 🙂 Ich würde mich wirklich sehr, sehr, sehr darüber freuen. Denn jeder einzelne, der irgendwie Interesse zeigt oder mein Buch kaufen möchte, macht mich unfassbar glücklich. Das ist alles sehr unwirklich für mich xD

Achja, und eine Autorenseite habe ich neuerdings auch. Da soll es demnächst auch einen Blog geben, aber ihr seht ja, wie gut das mit diesem hier momentan funktioniert, also… wir werden sehen >> www.katie-kling.de

Ich freu mich auf euer Feedback und wünsche euch schon mal einen guten Start ins Wochenende 🙂

10 Gründe, um im März ins Kino zu gehen

Long time no see – ich weiß. Aber pünktlich zum neuen Monat gibt es hier wieder meine Kinotipps für euch. Eigentlich müsste ich sagen: meine Trailertipps, denn dass sich die Filme am Ende lohnen werden, kann ich nicht versprechen. Tatsächlich finde ich, dass der März dieses Jahr ein eher schwacher Monat ist in Sachen Kinostarts. In anderen Monaten muss ich oft einige Filme streichen, um nicht über 10 zu kommen – jetzt habe ich diese Zahl gerade so erreicht. Was aber nicht heißen soll, dass die 10 ausgewählten Filme weniger interessant sind. Da ist ganz sicher der ein oder andere Schatz dabei 🙂

Kino Neustarts März 2017

oder: 10 Gründe, um im kommenden Monat ins Kino zu gehen…

1 | Kong – Skull Island

Start: 09.03.2017 | Regie: Jordan Vogt-Roberts | Besetzung: Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, Brie Larson…
Okay, eigentlich glaube ich, dass dieser Film ziemlich schlecht wird. Beim Trailer dachte ich erst „Uih, Tom Hiddleston, toll!“ – Wenige Sekunden später dachte ich „Oh Gott, nein, King Kong“ -_- Naja, wird vielleicht ein Guilty Pleasure.


2 | Moonlight

Start: 09.03.2017 | Regie: Barry Jenkins | Besetzung: Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Mahershala Ali…
Endlich startet der hochgelobte und mit 3 Oscars ausgezeichnete Film auch bei uns. Für mich ist das Drama um die Lebensgeschichte von Chiron ein fester Termin, den will ich unbedingt sehen. Er soll besser sein als Boyhood und da ich den schon ziemlich klasse fand, sind meine Erwartungen hoch 😉


3 | Sleepless – Eine tödliche Nacht

Start: 09.03.2017 | Regie: Baran ba Odar | Besetzung: Jamie Foxx, Michelle Monaghan, Dermot Mulroney…
Während der Anfang des Trailers einen coolen Cop-Thriller verspricht, sieht die zweite Hälfte nach ziemlich krasser (sinnloser?) Action aus. Aber wegen Jamie Foxx als korrupten Cop werde ich mir den Film wahrscheinlich ansehen – und ein gut gemachter Actionfilm schadet ja auch nicht, oder? 🙂


4 | Die Schöne und das Biest

Start: 16.03.2017 | Regie: Bill Condon | Besetzung: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans…
Die Realverfilmung des Disneyklassikers sorgt ja schon seit einigen Monaten für Gesprächsstoff. Die einen verteufeln den Film schon vor dem Start, die anderen springen voll auf den Hypetrain auf. Ich gehöre zur letzten Sorte 😉 Emma Watson passt für mich super als Belle und was man bisher vom Film gesehen hat fand ich sehr hübsch. Ein Meisterwerk erwarte ich nicht, aber nette Kinounterhaltung 🙂


5 | Life

Start: 23.03.2017 | Regie: Daniel Espinosa | Besetzung: Jake Gyllenhaal, Ryan Reynolds, Rebecca Ferguson…
Gerüchten zufolge soll dieses Sci-Fi-Drama mit Jake Gyllenhaal im März starten 😀 Ich habe aber bisher keinen Trailer, kein Plakat oder sonst irgendwas im Kino gesehen. Ihr vielleicht? Ich lasse mich einfach mal überraschen, ob der Film dann wirklich erscheint. Ausgehend vom Trailer weiß ich gar nicht, ob ich den Film überhaupt sehen will 😀


6 | Power Rangers

Start: 23.03.2017 | Regie: Dean Israelite | Besetzung: Dacre Montgomery, RJ Cyler, Naomi Scott…
Der Trailer zeigt so viel, dass man den Film eigentlich nicht mehr gucken muss. Wenn man aber ganz viel Langeweile hat, kann man das natürlich tun und ein bisschen in Kindheitserinnerungen schwelgen 😉


7 | Die versunkene Stadt Z

Start: 30.03.2017 | Regie: James Gray | Besetzung: Charlie Hunman, Robert Pattinson, Sienna Miller…
Der Film basiert auf den Erlebnissen der britischen Abenteurers Percy Fawcett, der Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Suche nach einer vergessenen Stadt im Amazonas war. Bislang erhielt der Film recht gute Kritiken, vor allem auch für die Cinematography, deswegen bin ich mal gespannt 🙂


8 | Ghost in the Shell

Start: 30.03.2017 | Regie: Rupert Sanders | Besetzung: Scarlett Johansson, Pilou Asbaek, Michael Pitt…
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Manga und erreichte bereits im Vorfeld bittere Aufmerksamkeit, weil den Machern Whitewashing vorgeworfen wurde, da mit Scarlett Johansson – entgegen der japanischen Vorlage – keine asiatische Schauspielerin für die Hauptrolle gecastet wurde. Laut Wikipedia wurde dieser Umstand in Japan weniger negativ aufgenommen. Da ich die Vorlage nicht kenne, bin ich tatsächlich vor allem wegen Johansson an dem Film interessiert.


9 | The Boss Baby

Start: 30.03.2017 | Regie: Tom McGrath
Ich weiß, es ist albern, aber ich glaube, dieser Animationsfilm wird genau meinen Humor treffen 😀 #notashamed!


10 | Una und Ray

Start: 30.03.2017 | Regie: Benedict Andrews | Besetzung: Rooney Mara, Ben Mendelsohn, Riz Ahmed…
Ein Film mit starker Besetzung und einem schwierigen Thema: als die junge Frau Una eines Tages am Arbeitsplatz von Ray auftaucht, konfrontiert sie ihn mit der Vergangenheit. Denn 12 Jahre zuvor hatten die beiden eine sexuelle Beziehung. Sie war da gerade 12, er 40. Der Film, der auf dem Theaterstück Blackbird basiert, greift diese sexuell missbräuchliche Beziehung auf.


Welche Filme möchtet ihr im März im Kino sehen? Welche Tipps habt ihr, die nicht auf meiner Liste stehen?

Film- und Serientagebuch #03/2017

Wieder ist ein halber Monat rum und wieder möchte ich mit euch teilen, was ich in den letzten Wochen so gesehen habe 🙂 So viel sei verraten: in Sachen Serien gibt es nicht viel neues, bei den Filmen habe ich da schon etwas mehr zu berichten. Aber lest selbst…

Filme

Shakespeare in Love

1998 | John Madden | Während eines Mädelsabends fiel unsere Wahl auf diesen Film, den wir beide noch nicht gesehen hatten. Der Film spielt ganz schön mit Shakespeares Werk und Leben, vor allem natürlich mit „Romeo & Julia“. Er war nett anzusehen, ist aber meiner Meinung nach nicht gut gealtert und daher heute nicht mehr unbedingt sehenswert, aber immer noch ganz nett. Und die Rolle des Mercutio stand Ben Affleck überraschend gut. | ★★½

Inside Llewyn Davis

2013 | Joel & Ethan Coen | Irgendwann werde ich den Coen-Brüdern einen Schrein errichten. Ich schwöre es. Und Oscar Isaac als Llewyn Davis wird in der Mitte thronen. Für mich persönlich einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe und ich habe einfach absolut nichts daran auszusetzen. Die Musik war großartig, die Schauspieler überragend und natürlich auch das Drehbuch und die Regie klasse. Es ist anders, als das man sonst von den Coens kennt, aber es ist genauso gut (oder besser). | ★★★★★

Fences

2016 | Denzel Washington | Nicht nur im Regiestuhl, sondern auch in der Hauptrolle finden wir in diesem Drama Denzel Washington. An seiner Seite: die umwerfende Viola Davis. Ihr ist es zu verdanken, dass ich dem Film wenigstens etwas gutes abgewinnen kann. Washingtons Charakter ist kein einfacher und es voll vermutlich auch nicht Spaß machen, ihm zuzusehen. Mit dem Ende – und damit der Aussage des Films – kann ich mich allerdings nicht anfreunden. | ★★½

Breakfast at Tiffany’s

1961 | Blake Edwards | Nach meinem anfänglichen Ärger – der auch noch immer nicht abgeebbt ist – kann ich mich ein wenig beruhigen und den Film mit etwas mehr Distanz und vielleicht etwas objektiver betrachten. Als Liebeskomödie der 60er ist er wohl in Ordnung. Aber das Buch ist besser. Punkt. | ★★★

Den Sternen so nah

2017 | Peter Chelsom | Ein Teenager-Drama, von dem ich nicht allzu viel erwartet und auch nicht allzu viel bekommen habe. Die Geschichte strotzt nur so vor Logiklücken, also wirklich haarsträubenden Fehler und/oder offenen Fragen. Aber die Liebesgeschichte ist ganz süß, die Darsteller waren süß, außerdem war Gary Oldman da, die Regie und Kameraarbeit war überraschend gut, und das Ende fand ich konsequent. | ★★½

Hidden Figures

2016 | Theodore Melfi | Sehr sehenswerter Film über die schwarzen Frauen bei der NASA in den 50er und 60er Jahren. Taraji P. Henson, Octavia Spencer und Janelle Monae tragen den Film souverän und lassen einen von der ersten Minute an nicht mehr los. Spannend, einfühlsam und mit einer Portion Humor an genau den richtigen Stellen schafft es der Film, uns die Geschichte dieser Frauen näherzubringen. | ★★★★

Blau ist eine warme Farbe

2013 | Abdellatif Kechiche | Insgesamt recht sehenswert, wenn auch mir persönlich ab der Mitte etwas zu langatmig. Mir fiel es außerdem schwer, eine emotionale Verbindung zu Adéle oder Emma herzustellen und ihre Liebe wirklich nachvollziehen zu können. Dennoch sind die Hauptdarstellerinnen spitze und durch sie erlebt der Zuschauer vieles, in dem er sich wiederfinden kann, unabhängig von Geschlecht oder Sexualität. | ★★★

Serien

An dieser Stelle nichts neues. Ich schaue noch immer die 2.Staffel von Peaky Blinders und von Mr Robot, und die 1.Staffel von House of Cards. Und noch ungefähr 25 andere Serien, bei denen ich momentan nicht weiterkomme. Seid gespannt auf den nächsten Monat 😀

Was habt ihr in den letzten Wochen geschaut? Welcher war euer letzter Kinobesuch? Könnt ihr mir für die kommenden Tage etwas empfehlen?

Breakfast at Tiffany’s: Warum mir Holly Golightly im Buch viel besser gefallen hat als im Film

Ich habe euch ja letztens erzählt, dass ich Frühstück bei Tiffanys von Truman Capote gelesen habe – und ich war wirklich begeistert von dem kurzen, aber so lesenswerten Roman. Gestern Abend habe ich es mir gemütlich gemacht und den Film „Breakfast at Tiffany’s“ von 1961 gesehen. Die Hauptrolle übernahm Audrey Hepburn und wurde damit zur Stilikone. Jeder kennt sie in ihrem kleinen Schwarzen, der großen Sonnenbrille und der Zigarettenspitze. Regie führte Blake Edwards, der die Story des Films nur lose auf der des Buches aufbaute. Und das ist der Grund, warum ich so enttäuscht bin von diesem Film.

Dieser Beitrag enthält Spoiler zu Buch und Film!

Holly Golightly im Roman von Truman Capote

Der Autor hat mit dieser Protagonistin eine zwar etwas naive, aber dennoch selbstbewusste und abenteuerlustige junge Frau erschaffen, die ich so nicht erwartet habe. Eine Frau, die mir tatsächlich in der heutigen Film- und Literaturlandschaft fehlt. Holly Golightly ist verblüffend, weil sie so unbeschwert ist, weil sie ihr Leben unabhängig lebt. Natürlich trägt sie ihre Laster mit sich herum, aber alles was sie möchte, ist frei sein. In Capotes Novelle treffen wir eine 19-jährige Holly, die sich nach Liebe sehnt und so viel Liebe zu geben hat, die aber vor allem ihrer eigenen Nase folgt. Sie schockiert und provoziert gerne, sie ist chaotisch und wankelmütig – und sie übt auf den Erzähler („Fred“) sowie auf den Leser eine ungeheure Faszination aus. Marie Rudisill beschreibt Holly als „unattached, unconventional wanderer, dreamer in pursuit of some ideal of happiness“ [1] – eine Träumerin, das ist Holly wirklich und im Buch stellen wir fest, dass Holly wohl auch Jahre später noch immer ihren Träumen folgt und dahin geht, wo sie der Wind hinträgt.

Breakfast at Tiffany’s: Buch-Film-Vergleich

Doch was ist nun so anders am Film und warum ist das so schlimm? Das verrate ich euch. In erster Linie ist es das Ende, das den Film ruiniert. Denn anders als im Buch gibt es in der filmischen Variante ein Happy End. Holly möchte das Land verlassen, aber das kann der männliche Protagonist („Fred“) natürlich nicht zulassen. Er macht ihr eine ordentliche Ansage – Holly bricht in Tränen aus und wirft sich in seine Arme.

Seriously?

Nein. Neinneinnein. What the fuck did this movie do to Holly Golighlty? Natürlich ist nicht nur das Ende problematisch am Film. Der Film arbeitet ja von Beginn an darauf hin. Die romantische Anziehung zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar. Auch im Buch ist der namenlose Erzähler, der von Holly stets Fred genannt wird, von seiner Nachbarin fasziniert, vielleicht spürt er auch eine gewisse Liebe für sie, aber sie sind und bleiben Freunde, am Ende sogar bloß noch weit entfernte Bekannte.

Wie endet das Buch denn eigentlich? Capotes Novelle ist ein einziger Rückblick. Der Erzähler geht in die frühere Stammkneipe, in der er und Holly oft zu Gast waren. Der Wirt zeigt ihm ein Bild von einer Holzfigur aus Afrika, die erschreckende Ähnlichkeit mit Holly hat. Beide fragen sich, ob Holly tatsächlich in Afrika war und das Modell für diese Schnitzerei sein könnte. Weder Fred noch der Leser erfährt, wo Holly steckt. Sie hat das Land verlassen und kehrt auch nicht zurück. Nur eines scheint sicher zu sein: Sie lebt ein aufregendes Abenteuer. Und jeder, der die Holly im Buch kennengelernt hat, weiß: Das ist genau das Richtige für sie.

Ein Film ohne Happy End war undenkbar


Die Film-Holly braucht leider mal wieder einen Mann um ihr Glück zu finden. Und das sagt eigentlich alles über den Film. Er kommt nicht ohne ein romantisches Happy End aus und bricht damit mit Hollys Charakter. Warum? Ein Beitrag auf Popmatters könnte erklären, warum:

This change in outcome is forced by the fact that the largest difference from page to screen is the sexual orientation of our storyteller. When the film was produced, it would have been as unfathomable to have a gay lead character as it would have been to end the movie without a happily-ever-after kiss. In both versions he is in love with Holly, yet with the unromantic love in the book, he is able to let her go, which is clearly the more realistic ending of the two.

Der Erzähler im Buch wird nie direkt als homosexuell beschrieben. Viele sehen in ihm Truman Capotes Alter Ego, und der Buchautor selbst war schwul. Gut möglich also, dass auch Erzähler „Fred“ schwul war. Entscheidend finde ich aber, dass seine Sexualität oder seine romantischen Interessen im Buch keine Rolle spielen. Wir erfahren eine lebhafte Freundschaft zwischen Mann und Frau – die im Film in eine heterosexuelle Liebesgeschichte umgewandelt wird. Im Film wird Freds/Pauls Sexualität auch von Beginn an betont, indem der Charakter von Emily Eustace erfunden wurde. Sie dient nur dazu, ihn als heterosexuellen, (irgendwie) vergebenen Mann darzustellen, der – wie man so schön sagt – sexuell aktiv ist. Und natürlich, um Holly eifersüchtig zu machen und zu verwirren.

Im Kontext des Films ergibt das Happy End natürlich absolut Sinn. Aber ich bin mir sicher, wäre Holly Golightly nicht aus einem Buch erwachsen und hätte Audrey Hepburn sie nicht so bezaubernd gespielt – Holly wäre heute keine Ikone des 20.Jahrhunderts.

For me, it is much easier to picture Holly Golightly running around Africa than to picture her sharing a home with a husband and cat. By taking a complex and distinct character and forcefully domesticating her, the film perpetuates the fairy tale ideal that all women need to be rescued, and, as any average, urban, single woman will tell you: that simply isn’t true. [Popmatter]

Muss denn ein Film genauso sein wie das Buch?

Ich fürchte, das ist eine Diskussion, die man ewig führen kann. Mir ist bewusst, dass man ein Buch selten 1:1 auf die Leinwand bringen kann. In diesem Fall finde ich die Änderungen an Hollys Charakter aber verheerend und einfach nicht notwendig. Aber ja, das Kino war wohl damals noch nicht mutig genug, um eine solche Geschichte ohne „Happy End“ zu beschließen (und eine Frau mit einem Mann ist nur mal happier als eine Frau auf Reisen in Afrika).

Mir ist bewusst, dass es mir immer schwerfällt, Buch und Film zu trennen, auch wenn es sich um zwei verschiedene Medien handelt. Viele sehen das lockerer und begrüßen neue Interpretationen im Film. So lange der Grundtenor der Geschichte beibehalten wird, so lange die wichtigen Meilensteine einer Geschichte sichtbar bleiben, gehe ich da auch konform. Aber gravierende Änderungen kann ich oft nur schwer akzeptieren. Es fühlt sich für mich auch dem Autor gegenüber unfair an. Auch Truman Capote war mit dem Ende des Films „Breakfast at Tiffany’s“ nicht zufrieden. Und immerhin das habe ich mit ihm gemeinsam.

Was sagt ihr dazu? Kennt ihr das Buch und den Film zu „Frühstück bei Tiffany“? Wie steht ihr zu Änderungen von Buchvorlagen für filmische Zwecke?

Die 5 (fast) besten Liebesbeziehungen in Filmen

Das Thema der heutigen Ausgabe der 5 Besten am Donnerstag stammt von niemand geringerem als… mir selbst 😀 Ja, tatsächlich. Gorana hat vor 2 Wochen nach Themenvorschlägen gefragt und die kitschige Romantikerin in mir schrie sofort „Liebe! Valentinstag! Irgendwas mit Herzchen und Konfetti!“ Tja, und nun haben wir den Salat. Ich, weil ich mich ja jetzt wohl kaum vor diesem Thema drücken kann, und ihr, weil ihr da jetzt genauso durch müsst. Als Teilnehmer oder als Leser. Mitgehangen, mitgefangen.

Das Ding ist allerdings folgendes: Ich habe bereits meine 10 liebsten Pärchen in Filmen und meine liebsten Pärchen in Serien vorgestellt. So ein Mist. Aber, nungut, für euch habe ich nochmal meine Filmliste durchwühlt und unter den zuletzt gesehenen Filmen recherchiert. Trotzdem möchte ich sagen, dass Driver & Irene, Elise & Didier sowie Will & Skylar immer noch unter meine Top 5 gehören. Die 5 besten in diesem Beitrag sind also nicht wirklich die 5 besten…

5 ganz gute Liebesbeziehungen, die nicht die besten sind, mich aber trotzdem berührt haben

1 | Sam & Suzy | Moonrise Kingdom

2 | Lee & Randi | Manchester by the Sea

3 | Laurel & Stacie | Freeheld

4 | Barry & Lena | Punch-Drunk Love

5 | Inman & Ada | Unterwegs nach Cold Mountain

Welche Liebesbeziehungen in Filmen findet ihr besonders toll? <3

 

 

Durchgeklickt: Die besten Beiträge im Januar 2017

Es gab schon ziemlich lange keinen „Durchgeklickt“-Beitrag mehr. Aber die 2.Hälfte von 2016 war ja sowieso etwas chaotisch hier auf dem Blog. Und weil dieses Jahr natürlich alles besser wird, sind auch die „Durchgeklickt“-Beiträge wieder da. Das heißt: ich sammel die besten Blogbeiträge (und anderes aus dem Netz) des letzten Monats und ihr dürft euch gerne umsehen, ob was lesens- oder schauenswertes für euch dabei ist. Okay – mitunter sind hier auch ältere Beiträge dabei, weil es schon so lang keinen Post dieser Art mehr gab. Aber da drücken wir mal ein Auge zu, oder?;)

Persönliches & Gesellschaft

Popkultur

Omnomnom & Schönes

Videos

Welche Beiträge haben euch im Januar besonders gut gefallen? Lasst es mich wissen 🙂

 

Film- und Serientagebuch #02/2017

Dieser Post hier sollte eigentlich schon eher kommen, aber ihr wisst ja wie das immer so ist mit der Zeit und so weiter 🙂 Egal! Hier nun die Filme und Serien, die ich in letzter Zeit geschaut habe – und weil es so viele geworden sind, relativ kurz gehalten:

Filme

Nocturnal Animals

2016 | Tom Ford | Für mich zu kalt und zu durchgestylt und meh. Story war gut, Jake war gut, Aaron war gut, aber ich wurde auch bei „A Single Man“ schon mit Tom Fords Stil nicht wirklich warm und ich hab das Gefühl, der Mann weiß nicht was er tut. Ja, die Bilder sehen toll aus, aber was will er mir denn damit sagen? Vielleicht versteh ich es auch nicht, vielleicht bin ich nicht intellektuell genug. Whatever. Angucken kann man sich ihn. | ★★★

Why Him?

2016 | John  Hamburg | Kann man sich angucken, wenn man vielleicht ein oder zwölf Bier mit Kumpels getrunken hat, muss man aber selbst dann nicht. James Franco ist James Franco und da muss jeder selber wissen, was er davon hält. Nicht besser oder schlechter als andere Komödien dieser Art. | ★★

Ex Machina

2015 | Alex Garland | Wenn dies der erste Film gewesen wäre, den ich mit Oscar Isaac gesehen hätte, würde ich ihn vielleicht für immer hassen. Gut, dass dem nicht so ist. Das Thema ist interessant, die Schauspieler ausnahmslos fabelhaft, der Stil passend clean. Das Ende lässt mich etwas ratlos zurück (ratlos in dem Sinne, dass ich nicht weiß, ob ich es gut finde.) – definitiv aber ein sehenswerter, sehr spannender Film. | ★★★½

Sing

2016 | Garth Jennings | Lauwarmer Animationsfilm, der zwar zum Mitsingen einlädt, gleichzeitig aber ziemlich viele Rollenklischees aufwärmt. Ist in Ordnung, muss aber nicht auf der Watchlist stehen. | ★★½

Money Monster

2016 | Jodie Foster | Für mich gerade in der ersten Hälfte ziemlich spannend, danach leider mit einigen unlogischen Stellen. Jack O’Connell gefiel mir ziemlich gut und konnte problemlos neben Julia Roberts und George Clooney bestehen. Ein recht typischer Blockbuster, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. | ★★★

Passengers

2016 | Morten Tyldum | Ganz gut gemachter SciFi-Film mit interessanter Thematik, die auch über die vielzitierte Romanze hinausgeht. Ich fands besser als erwartet und wurde gut unterhalten. Und ich mag Chris Pratt. Er ist nicht der beste Schauspieler, aber ich mag ihn einfach. | ★★★

Manchester by the Sea

2016 | Kenneth Lonergan | Dieser Film schlich sich ganz langsam an, legte sich auf meine Schultern, umklammerte mich, riss mir dann mein Herz und meine Organe raus und ließ mich weinend zurück. Das meine ich positiv, auch wenn es nicht so klingt. 3 Zeilen werden diesem Film nicht gerecht. Casey Affleck ist unfassbar gut. | ★★★★½

Split

2016 | M. Night Shyamalan | Die Story war besser als erwartet – auch tiefgründiger als ich dachte. James McAvoy ist natürlich großartig. Ich kenne mich nicht so gut aus im Horrorgenre (weil wegen Angst), aber solche Filme schau ich mir dann doch gerne an. | ★★★½

La La Land

2016 | Damien Chazelle | Ginge es hier nur um die Geschichte, die La La Land erzählt, hätte ich nicht so viele Punkte gegeben. Aber für mich sticht der Film vor allem durch seine Machart heraus: der Stil, der stark an die 50er erinnert und charmant in die heutige Zeit eingebettet wurde, das Farbkonzept, die Musik und vor allem: der Schnitt und die Kameraführung – auch das hat mich an die 50er erinnert. Und das meine ich positiv. Keine hektischen Schnitte, sondern wunderbare long takes. Oscars für Cinematography und Editing wären mehr als verdient. | ★★★★½

Serien

Peaky Blinders

2013 | Otto Bathurst, Tom Harper | Staffel 1: 6 Folgen | Wie ich (nicht erst) letztens offenbarte, bin ich Fan des Gangstergenres. Diese Liebe neu entfacht hat Peaky Blinders. Was soll ich sagen? Cillian Murpyh is godlike. Ich hab die Serie eigentlich angefangen, weil eine Staffel nur 6 Folgen hat und jetzt bin ich traurig, dass es nur so wenige sind. | ★★★★½

 

Welche Filme davon kennt ihr? Wie haben sie euch gefallen? Und welche Filme wollt ihr im Februar unbedingt sehen?

10 Gründe, um im Februar ins Kino zu gehen

Heute möchte ich euch einen kleinen Überblick geben, welche Filme im kommenden Monat in unseren Kinos starten und sich meiner Meinung nach lohnen könnte. Natürlich bilde ich mit den hier vorgestellten, zehn Filmen nicht die komplette Kinolandschaft ab. Ich wähle die Filme nach meinem persönlichen Geschmack und Interesse aus. Deswegen schaut doch auch auf anderen Blogs, zum Beispiel bei Nicole vorbei, um euch auch über andere Kinostarts im Februar zu informieren 🙂 Auffällig an meiner Auswahl könnte vielleicht sein, dass einige Filme dabei sind, die in den USA der 50er/60er Jahre spielen.

Kino Neustarts Februar 2017

oder: 10 Gründe, um im kommenden Monat ins Kino zu gehen…

1 | Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen

Start: 02.02.2017 | Regie: Theodore Melfi | Besetzung: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monaé, Kevin Costner, Kirsten Dunst, Jim Parsons
Hidden Figures – nominiert für 3 Oscars (u.a. „Bester Film“) – erzählt die Geschichte der drei afroamerikanischen Frauen, die Ende der 1950er Jahre für die NASA tätig und maßgeblich am Mercury- und Apollo-Programm der Raumfahrtbehörde beteiligt waren. Ihre lange unerzählte Geschichte schafft es mit diesem Film auf die große Leinwand.


2 | Den Sternen so nah

Start: 09.02.2017 | Regie: Peter Chelsom | Besetzung: Asa Butterfield, Britt Robertson, Carla Gugino, Gary Oldman | Originaltitel: The Space between us
Gardner und Tulsa lernen sich online kennen und entwickeln bald mehr als nur freundschaftliche Gefühle füreinander. Es gibt nur einen Haken an der Sache: Gardner lebt auf dem Mars. Seine Mutter war Astronautin, hat ihren Sohn auf dem Mars geboren und 16 Jahre lang hat Gardner den roten Planeten nicht verlassen.


3 | The LEGO Batman Movie

Start: 09.02.2017 | Regie: Chris McKay
Wir lieben Batman. Wir lieben LEGO. Wir werden LEGO Batman lieben. Einzelgänger Batman muss sich plötzlich nicht nur um den jungen Robin kümmern, sondern auch mit der Polizei zusammenarbeiten.


4 | Empörung

Start: 16.02.2017 | Regie: James Schamus | Besetzung: Logan Lerman, Sarah Gadon, Tracy Letts | Originaltitel: Indignation
Ohio 1951. Der jüdische Metzgerssohn Marcus geht als erster seiner Familie aufs College. Er fühlt sich fremd und einsam – die hübsche Olivia ist seine einzige Vertraute. Doch mit Olivia scheint etwas nicht zu stimmen – oder ist es Marcus, mit dem etwas nicht stimmt?


5 | Fences

Start: 16.02.2017 | Regie: Denzel Washington | Besetzung: Denzel Washington, Viola Davis, Stephen Henderson, Jovan Adepo
50er Jahre in Pittsburgh. Troy Maxson hält seine Familie als Müllmann über Wasser und bereut es, als Baseballspieler nie wirklich zu etwas gebracht zu haben. Sohn Cory möchte als Footballspieler erfolgreich werden, doch Troy projiziert seinen eigenen Misserfolg auf seinen Sohn und steht ihm damit im Weg. „Some people build fences to keep people out, and other people build fences to keep people in.“


6 | T2 Trainspotting

Start: 16.02.2017 | Regie: Danny Boyle | Besetzung: Ewan McGregor, Jonny Lee Miller, Ewen Bremner, Robert Carlyle
Nach 20 Jahren gibt es endlich ein Wiedersehen mit Renton, Sick Boy, Spud & Co. Ebenso wie der erste Teil basiert auch dieser Film auf einem Buch von Irvine Welsh („Porno“). Renton kehrt zurück nach Leith – und trifft diejenigen wieder, mit denen er damals im Drogenrausch einiges erlebt hat.


7 | A Cure for Wellness

Start: 23.02.2017 | Regie: Gore Verbinski | Besetzung: Dane DeHaan, Mia Goth, Jason Isaacs
Ein Thriller (oder doch schon ein Horrorfilm?), dessen Trailer eine bizarre Geschichte und vor allem beeindruckende Bilder verspricht. Lockhart begibt sich auf die Suche nach seinem Chef – in ein Wellnesshotel in den Schweizer Bergen, das ein paar düstere Geheimnisse zu verbergen scheint.


8 | Lion

Start: 23.02.2017 | Regie: Garth Davis | Besetzung: Dev Patel, Rooney Mara, Nicole Kidman
Basierend auf einer wahren Geschichte, sucht der aus Indien stammende Sunoo in diesem Film nach seiner Familie, von der er im Alter von 5 Jahren getrennt wurde, bevor er von einem australischen Paar adoptiert wurde. Der spannende und berührende Trailer deutet an, dass die 6 Oscarnominierungen durchaus berechtigt sein könnten.


9 | Loving

Start: 23.02.2017 | Regie: Jeff Nichols | Besetzung: Joel Edgerton, Ruth Negga, Marton Csokas, Nick Kroll, Michael Shannon
Virginia in den 50er Jahren. Richard und Mildred lernen sich kennen und lieben – doch heiraten oder auch nur ihre Liebe öffentlich zeigen dürfen sie nicht. Denn Richard ist weiß und Mildred ist schwarz. Ihre in Washington geschlossene Ehe ist in Virginia nichts wert und als ihnen Hass und Gewalt begegnen, ziehen sie vor Gericht, um für ihre Liebe zu kämpfen. Ruth Negga ist für die Rolle in dieser wahren Geschichte für einen Oscar nominiert.


10 | Worlds Apart

Start: 23.02.2017 | Regie: Christoforos Papakaliatis | Besetzung: J.K. Simmons, Minas Hatzisawas, Niki Vakali, Tawfeek Barhom, Andrea Osvart, Maria Kavoyianni | Originaltitel: Enas Allos Kosmos
Drei Generationen, drei Liebegeschichten: Vollkommen unabhängig voneinander treffen sich sechs Menschen und finden sich zu Paaren zusammen. Sie kommen aus der ganzen Welt, aus den unterschiedlichsten Schichten, und dennoch haben sie eines gemeinsam: sie sind alle in Athen und sie werden alle von den sozioökonomischen Umbrüchen im Land getroffen.


Welche Filme möchtet ihr im Februar  im Kino sehen? Welche Tipps habt ihr, die nicht auf meiner Liste stehen?